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Sehr geehrter Herr Dr. Tolmein,
da Sie relativ offen nach meinem wahren Gesicht fragen, werde ich Ihnen das auch nicht vorenthalten: Bitte lesen Sie aber dennoch bis zum Schluss, damit Sie auch meine „professionelle“ Haltung zu dem Thema kennen.
Ich habe die Schnauze voll davon, mir weibliches Diskriminierungsgejammer anzuhören, während ich seit zehn Jahren (gesetzlich geduldet) davon abgehalten werde, meinen Kindern ein gleichwertiger und gleichberechtigter Elternteil zu sein. Und zwar nur deswegen, weil ich es unterlassen habe, einen lebenslänglichen Versorgungsvertrag für eine gesunde, nicht-behinderte, nicht-erwerbsunfähige Frau einzugehen. Diesen Vertrag nennt man Ehe.
Und da ich jeden Tag in der Zeitung lesen muss, dass Frauen heute toller sind als Männer (obwohl sich dies in keinster Weise mit meinem Erfahrungssschatz deckt), möchte ich der Überhöhung des Weiblichen ein jähes Ende setzen.
Ich bin dabei jedoch nicht auf „Rache“ aus, weil ich glaube, dass derartig negative Energie gar nicht nötig ist. Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass man nur die Frauenfördertöpfe einstampfen, die roten Teppiche (für Frauen) in Führungspositionen und Aufsichtsräte wieder einrollen und die Damen einfach nur „sich selbst“ überlassen muss, um zu Tage zu fördern, dass Männer (im Regelfall) immer schon das leistungsfähigere und weitsichtigere Geschlecht waren.
Männer wickeln nicht deswegen keine Pampers, weil sie darauf kein Lust haben, oder weil ihnen das Verantwortungsbewusstsein dafür abgeht, sondern weil sie erkennen, dass es „der Familie“ eher dient, wenn sie ihre schöpferische Kraft und ihre Arbeitsleistung „vermarkten“.
Eine ökonomische Denkweise, zu der Frauen (meines Erachtens) unfähig sind. Nur lesbische, feministische Frauen sind zu einer solchen Denkweise fähig. Und im Sinne der Bewahrung einer heteronormativen Gesellschaft, sollten auch (und insbesondere) Männer dafür eintreten, dass sich an dieser Norm nichts ändert.
Ich möchte, dass nicht Männer alleine länger den Preis des Gender-Feminismus bezahlen, sondern die wahren Opfer sollen bezahlen: Die nicht-akademischen Frauen in unserer Gesellschaft. Ihnen muss klar werden, dass der Feminismus nicht die Männer bedroht, sondern vor allem die Frauen der Unter- und Mittelschicht ihrer Chancen beraubt, vollständige Lebenskonzepte zu entwickeln. Der Gender-Feminismus hat nur Platz für Karrierefrauen – und damit für eine dekadente, (oft lesbische) weibliche Oberschicht.
Ich möchte politisch erreichen, dass nicht alleine die Gesamtheit der Männer die Spleens einer dekadenten Akademikerinnen-Elite ausbadet und zu finanzieren hat. Ich will „ein Recht“ darauf, mich als erwerbsfaules, verlogenes Schwein auf die Kinderbetreuung zurückziehen zu dürfen und mich dann (auch als Mann) noch larmoyant vor der Gesellschaft als Opfer systematischer Diskriminierung (durch Frauen) präsentieren zu dürfen. Ich würde mich schämen, für eine Leistung gesellschaftliche (materielle) Anerkennung einzufordern, die sowieso meiner natürlichen Elternpflicht entspricht: Meine Kinder zu pflegen und zu erziehen.
Aber solange Hauptschülerinnen sich in diesem Land einbilden dürfen, ihre (bescheidene) Haus- und Erziehungsarbeit sei ebenso „wertvoll“ wie die Sicherstellung eines kompletten, materiellen Familienunterhalts, kann es in diesem Land keinen Geschlechterfrieden geben.
Ich will – auch gegen den ausgesprochenen Willen der Mutter - meine Kinder in einem Umfang persönlich betreuen und erziehen dürfen, der dieser Frau keine rechtlichen Möglichkeiten mehr offen lässt, von mir auch nur einen Cent an Unterhalt zu kassieren. Ein solches Modell (Geld gegen Betreuungsleistung) sollte es nur noch „schwarz auf weiß“ vertraglich geregelt geben, oder eben im Rahmen einer bürgerlichen Ehe.
Frauen die gleichberechtigt sein wollen, haben ihre Privilegien aufzugeben! Da sie das nicht freiwillig tun werden, sind auch ihnen ihre Privilegien zu nehmen (und nicht nur den Männern).
Und nun zu meiner „politischen Haltung“: Ich möchte die um diese Art von „Gleichstellung“ (Privilegierung von Frauen) bemühten Frauen mit ihren eigenen Waffen schlagen.. Ich möchte meine Diskriminierung als Mann im Familienrecht ausgerechnet auf Grundlage von CEDAW begründen und die schmutzige Verlogenheit dieses Feminismus darstellen….
Und falls Sie nun doch noch dazu bereit sind, freue ich mich dennoch über Ihre Bereitschaft, mir – rein juristisch – meine Einschätzung zu bestätigen, oder eben zu widerlegen.
Mit freundlichen Grüßen
Roger Lebien
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